FSV Lauchhammer e.V.
FSV Lauchhammer e.V.

Geschichte

Aller Anfang ist schwer

 

Die Stadt Lauchhammer entstand bekanntlich aus den vier Dörfern Bockwitz, Mückenberg, Lauchhammer und Dolstheida. Und auch unser Verein, der FSV Lauchhammer, hatte mehrere Vorläufer in den genannten Orten speziell in Bockwitz und Mückenberg.
Der Gründung des ersten Fußballvereins im damaligen Bockwitz (heute Lauchhammer-Mitte) ging schon 1907 der Zusammenschluss einiger Sportbegeisterter im Cafe Schlegel voraus. Die offizielle Gründung fand dann am 01.01.1908 im Hotel Waldau statt. Der erste Fußballklub war da und nannte sich Frisch auf. Die Spielkleidung war weiße Hose, weißes Hemd mit einer grün-weißen Schärpe. Der Mannschaftskapitän war durch eine größere Schärpe gekennzeichnet. Der erste Sportplatz befand sich auf der Brunnenstraße, wo einst die Konsum-Mineralwasserfabrik stand. Die ersten fußballsportlichen Schritte waren mit für heute unvorstellbaren Schwierigkeiten verbunden.
So gab es in der näheren und weiteren Umgebung nur sehr wenige Vereine, die diesem verrückten Spiel frönten und gegen die Vergleichskämpfe hätten ausgetragen werden können.
Der neugegründete Klub wurde von keiner Seite unterstützt und auch Zuschauer gab es kaum.

 

Fußball wird zum Volkssport

 

Anfangs waren die Möglichkeiten zu einem qualifizierten Fußballspiel sehr gering. Wer am weitesten und höchsten schoss war die Kanone auf dem Spielfeld. Irgendwelche technischen Leistungen gab es selten. Erst mit der weiteren Popularisierung und vielen Vereinsgründungen verbesserte sich das Niveau. Dementsprechend vergrößerte sich auch die Anhängerschar.
Dabei mussten sämtliche Unkosten, wie Spielkleidung, Fahrtkosten usw., von den Aktiven selbst getragen werden. Mit der Zeit entwickelten sich talentierte Kräfte, technisch bessere Leistungen wurden vollbracht. Das Interesse der Zuschauer stieg zugunsten des Fußballs.
Im Gasthaus Richter, einst HOG Glückauf, wurde der Fußballklub Hohenzollern ins Leben gerufen. Die Spielkleidung war schwarz-gelb. Gespielt wurde am Mittelweg, auf dem im freiwilligen Einsatz geschaffenen Platz. In der Nachbargemeinde Mückenberg (heute Lauchhammer-West) wurde 1909 der Fußballklub Fortuna gegründet. Er gewann schnell an Stärke und Ansehen, wurde im Jahre 1921 sogar Gaumeister.
Frisch auf erhielt einen Platz an der Millygrube (ehem. Fabrik 66). Wechselte von dort über zum Platz in der Friedrichsthaler Straße und nannte sich Bockwitzer Sportklub 08. Die Platzfrage war in der damaligen Zeit eine der größten Sorgen. Das gepachtete Gelände musste, kaum vorgerichtet, zur Ausbeutung der Braunkohle zurückgegeben werden. Dazu kam noch, dass der Statt für den Fußballsport kein Geld zur Verfügung stellte. Er benötigte seine Gelder um sich im Weltmaßstab größere Profitbasen zu schaffen. Das wurde dem Fußballsport zum Verhängnis. Man zog in den Krieg für Kaiser und Vaterland, wie man es dem Volke versuchte glaubhaft zu machen. Auch der Fußball wurde in unserem Ländchen vorübergehend zu Grabe getragen.

 

Die Entwicklung bis 1945

 

Der erste Weltkrieg hatte überall Chaos hinterlassen. Viele Sportlerwaren auf den Schlachtfeldern geblieben. Dennoch gingen einige Enthusiasten daran, eine neue Sportbewegung aufzubauen.
Der 01. September 1921 war der Gründungstag der Arbeitersportbewegung Freier Sport. Kurz zuvor wurde die Umbenennung des Sportvereins Hohenzollern in Eintracht vorgenommen.
Somit bestanden im damaligen Bockwitz drei Fußballvereine, 08, Eintracht und Freier Sport.
Im damaligen Mückenberg waren es die Vereine Fortuna (1909), Askana (1921) und Wacker 04 (1928). In Grünewalde der Fußballklub Minerva.
Trotz guter Leistungen der einzelnen Vereine wirkte sich die Zersplitterung nachteilig auf die breite Entwicklung aus. Ein Hemmnis dabei waren auch die vielen Sportplatzneubauten mit ihren Schwierigkeiten. Die Begeisterung für den Fußball war noch größer geworden und es begann ein organisierter Punktspielbetrieb.
Im Jahre 1927 erfolgte der Zusammenschluss der Vereine 08 und Eintracht zur Spielvereinigung.
Durch die versöhnlerische Haltung der SPD-Führung vollzog sich im Freien Sport eine Spaltung. Der Rote Sport, der Vorläufer der Sportbewegung in der DDR, wurde gegründet. Sein Sportplatz war am Unterhammerweg.
1933 wurde die Arbeiterbewegung verboten. Er entwickelte sich unter der Führung der Konzerne  der Werkssport. Die guten Spieler wurden zum größten Teil von diesen Werksvereinen abgeworben. Alle anderen Fußballvereine wurden dadurch sehr geschwächt. Doch nicht nur im Sport wurde die Macht der Konzerne immer spürbarer, die Kriegsvorbereitungen waren in vollem Gange und für jeden sichtbar. Das Ergebnis war der zweite Weltkrieg durch den der Sportbetrieb fast völlig zum Erliegen kam.

Zu den Vätern des Fußballsports im heutigen Lauchhammer zählen unter anderem:
Alfred Grosse - Gründer des Frisch auf, lange Jahre Spieler und Spielführer der ersten Mannschaft
Paul Donath - Gründer des Frisch auf, selbst Spieler und später in führenden Funktionen tätig
Emil Müller - Gründer des Frisch auf, in führenden Funktionen tätig und später Gründer des
Freien Sport, auch hier wieder führend tätig
Otto Wassner - Gründer des Hohenzollern, selbst Spieler, auch in führenden Funktionen tätig
Max Herrmann - Gründer des Hohenzollern, selbst Spieler, auch in führenden Funktionen tätig,
große Verdienste um den Sport erworben
Ewald Petrich - Gründer des Freien Sport, selbst Spieler, in führenden Funktionen bis 1933 tätig,
ab 1945 wieder in vorderster Stelle tätig
Wilhelm Hauptvogel ? ca. 30 Jahre im Sport tätig, in führenden Funktionen bis 1945 und ab 1945
wieder am Aufbau des Fußballsports in führenden Funktionen tätig
Max Deutschmann - ca. 30 Jahre im Fußball tätig, vorwiegend als Schiedsrichter
Georg Kürbis - ca. 30 Jahre als Spieler und in führenden Funktionen tätig
Arthur Mehner - ab 1919 im Arbeitersport, selbst Spieler und bis 1933 in führender Funktion tätig, Gründer des Roten Sport, ab 1945 besonders mit dem Sportaufbau verbunden
Paul Schuster - Mitbegründer von Fortuna, Willi Heidemüller, Max Gärtner, 

 

Wiederaufbau des Sportes nach 1945

 

Das Ergebnis des zweiten Weltkrieges waren nicht nur unzählige Tote (auch unter den Fußballern) und eine sinnlose Zerstörung, auch das gesamte gesellschaftliche Leben lag am Boden.
Und wieder waren es Männer der ersten Stunde, die wahre Pioniertaten vollbrachten. Mit einer gehörigen Portion Idealismus machten sich solche Männer wie Paul Rieback, Otto Dutschke und viele andere ungenannte Helfer an die Aufgabe, den Fußballsport wieder zum Leben zu erwecken. Dies war schwer genug zu dieser Zeit, da wahrlich andere Probleme gelöst werden mussten, kaum jemand satt zu essen hatte und jegliche materielle Voraussetzungen für ein Fußballspiel fehlten.
Im Jahre 1953 wurde die Stadt Lauchhammer gegründet. In den nunmehrigen Stadtteilen Lauchhammer-Mitte und Lauchhammer-West verlief noch eine getrennte fußballsportliche Entwicklung. Im Stadtteil Mitte konnte der Aufstieg in die Bezirksklasse und im Stadtteil West sogar die Bezirksligazugehörigkeit errungen werden.
In dieser Zeit wurde auch der Grundstein zu einer einheitlichen Sportbewegung gelegt.
Sämtliche Sektionen schlossen sich in der Sport- und Kulturgemeinschaft zusammen. Fußball war die zahlenmäßig stärkste Sektion. Die Patenschaft hatte anfangs die FDJ, später der FDGB. Es erfolgte die Übernahme durch die damaligen Werksgruppen, BKW Friedenswacht, BKW Freundschaft und Kokerei.
Mit Unterstützung der Betriebe und den vielen Sportlern wurden im Bergbaugebiet das Waldstadion in Lauchhammer-Mitte (siehe Bild), das Stadion in Lauchhammer-West und das Stadion in Lauchhammer-Süd geschaffen. Dabei leisteten die Sportler tausende von Aufbaustunden. Trainer und Funktionäre wurden geschult und teilweise hauptamtlich eingesetzt. Kostenlose Trainingslager, unter Weiterzahlung des Lohnes; wurden in den schönsten Gegenden durchgeführt.

Im Jahr 1958 erfolgte die Bildung des Braunkohlenkombinates (BKK) in Lauchhammer.
Die Betriebssportgemeinschaften der vormaligen Trägerbetriebe schlossen sich am 04. August unter dem Kombinat zur ?BSG Aktivist BKK Lauchhammer? zusammen.
So leicht sich dieser Zusammenschluss zeigte, so schwer war es nach und nach die persönlichen Interessen der einzelnen Stadtteile auszuschließen, um sich als einheitliches Ganzes zu fühlen.
Einige Sektionen nahmen hier einen besonderen Aufschwung. Die Entwicklung der Mitgliedszahlen ist sicherlich der beste Ausdruck dafür - von 2250 Mitgliedern bei der Bildung im Jahre 1958 steigerte sich die BSG im Jahre 1968 auf 4400 Mitglieder.
Die Sektion Fußball ließ sich, bedingt durch die laufenden Serienspiele, mit dem Zusammenschluss der Mannschaften noch Zeit. Zwar bestand die Sektion mit den Teilen Lauchhammer-West und Lauchhammer-Mitte unter einer Leitung, jedoch bereiteten Spielerumsetzungen Schwierigkeiten.
Durch den Zusammenschluss gab es eine vorübergehende Leistungssteigerung, welche als Höhepunkte den 2. Platz in der Bezirksliga im Spieljahr 1961/62 (bei dem nur infolge des schlechteren Torverhältnisses der Aufstieg in die DDR-Liga verpasst wurde) und den Gewinn des FDGB-Bezirkspokals hatte. Auch im Nachwuchs trug der Zusammenschluss Früchte, in das gleiche Jahr fiel der Gewinn des Junge-Welt-Bezirkspokals der Junioren und der 2. Platz bei der Junioren-Bezirksmeisterschaft.

 

Fortsetzung folgt ...

1. Männer

Spremberger SV 1862 - FSV Lauchhammer  4:0

Sa. 21.04.2018 - 15:00 Uhr

Sportplatz Spremberg

 

B-Junioren

SpG Sängerstadt Finsterwalde/Doberlug/Kirchhain/Friedersdorf - FSV Lauchhammer  1:1

Sa. 21.04.2018 - 13:00 Uhr

Friedrich-Pielenz-Sportstätte

 

C-Junioren

FSV Lauchhammer - Senftenberger FC 08  3:1

So. 22.04.2018 - 11:30 Uhr

Sportplatz Grünewalde

 

D1-Junioren

FSV Lauchhammer - FSV Brieske/Senftenberg  3:0

Sa. 21.04.2018 - 11:00 Uhr

Waldstadion Lauchhammer

 

D2-Junioren
 FSV Lauchhammer II - BSG Chemie Schwarzheide  0:19

So. 22.04.2018 - 10:00 Uhr

Sportplatz Grünewalde

 

E1-Junioren

FSV Lauchhammer - SpG Schipkau/Annahütte  2:8

Do. 19.04.2018 - 17:00 Uhr

Waldstadion Lauchhammer

 

E2-Junioren

BSG Chemie Schwarzheide - FSV Lauchhammer II  3:12

So. 22.04.2018 - 10:00 Uhr

SeeCampus Schwarzheide

 

F1-Junioren

Senftenberger FC 08 - FSV Lauchhammer  0:8

Fr. 20.04.2018 - 17:30 Uhr

Sportplatz Briesker Straße

 

F2-Junioren

SSV Alemannia Altdöbern - FSV Lauchhammer II  0:12

So. 22.04.2018 - 10:00 Uhr

Sportplatz Altdöbern

 

Bambini

Turnier des Senftenberger FC 08  6. Platz

So. 22.04.2018 - 10:00 Uhr

Sportplatz Briesker Straße

 

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